Flohmarkt in Bonn – Rheinaue

Flohmärkte gibt es viele, jedes Wochenende Winter wie Sommer. Meist auf den Parkplätzen von Baumärkten oder großen Möbelhäusern.
Es gibt Flohmärkte seit den 60er Jahren in Deutschland. Eine deutsche Erfindung ist es allerdings nicht.
In Frankreich war der Verkauf von Waren „aus zweiter Hand“ bereits im 19. Jahrhundert angekommen. Woher der Begriff FLOHmarkt kommt, da gibt es diverse Varianten.
Trödelmarkt, Trempelmarkt, ebenso wie Flohmarkt, hier sind die Ursprünge der Bezeichnungen nicht ganz nachvollziehbar.
Private Veranstalter organisieren sie in Garagen, professionelle Veranstalter inserieren ihre Termine in den Kleinanzeigen von Tageszeitungen oder über Plakate in den Ortschaften.
Jeder kann mitmachen, es ist ein Spaß für die Kleinen und Großen.
Einmal in den eigenen Keller, Dachboden schauen und dann zusammen packen was man nicht mehr braucht, was aber dennoch nutzbar für andere sein kann.

Bonner Flohmarkt in der Rheinaue

„Der“ Fohmarkt in Bonn ist der, monatlich stattfindende, in der Bonner Rheinaue.
Früh morgens um 5 Uhr. Die Verkäufer versuchen ihre Waren schnell zu den eingeteilten Plätzen zu transportieren. Der Aufbau geschieht zügig, die ersten Käufer kommen schon.

Zeitig vor Ort zu sein ist das A und O beim Flohmarktbummel. Die professionellen Händler sind früh unterwegs und haben einen Blick für Gutes!
Angefangen hat alles im April 1973; damals noch vor der Schlosskirche. Das Angebot der Händler umfasste ebenso alte Pickelhauben wie alte Puppen.
Im Juli 1975 war die Resonanz so groß, dass eine Verlegung in den Hofgarten vorgenommen werden müsste. Verkehrsprobleme wiederrum waren der Anlass 1978 für den Umzug an das Bonn-Beueler Rheinufer. Es wurde eine Großveranstaltung mit überregionaler Bedeutung und erneut wurde ein anderer Platz, diesmal in der Gronau, gefunden.
Die ständige Hochwassergefahr hat dann den heutigen Platz in der Rheinaue (seit 1983) hervorgebracht.

Als ein Eldorado für Händler, es waren 1984 bereits 1500, entpuppte sich dieser Markt. Das Besucherinteresse hält bis heute ungebrochen an.
Einmal im Monat, von April bis Oktober, immer jeden dritten Samstag im Monat, findet das Spektakel statt.
Bis zu 1800 Verkäufer tummeln sich auf den Rheinwiesen, in der Rheinaue in Bonn.
Angeboten wird alles quer Beet, von Haushaltswaren über Spielzeug, Autoteile und Elektronikartikel.
Es ist nicht nur für Käufer ein Erlebnis, auch als Verkäufer genießt man die Arbeit mit den „Kollegen“ auf Zeit, die um den eigenen Stand verteilt sind.
Man hilft sich beim Aufbau, als Pausenvertretung oder auch zur Unterhaltung, die Mitstreiter achten aufeinander.
Es lohnt sich also am Wochenende mal früh aufzustehen und entweder selbst den Tapeziertisch aufzubauen oder aber die angebotenen Waren einfach mal zu durchstöbern.

Nicht zu vergessen ist der Grundsatz: Feilschen ist eine Frage der Kultur!
Der genannte Preis ist nicht der Endpreis. Jeder hat eine andere Vorstellung vom Wert des begutachteten Gegenstandes.
Reeller Wert oder Liebhaberpreis, alles eine Frage der Ansicht. Handeln Sie, es lohnt sich!
Schauen Sie den Nachbarn über die Schulter wenn Sie das erste mal dabei sind. Handeln, Feilschen und das Gespräch mit den Käufern suchen, das kann man lernen und schnell merkt man wie viel Spaß es macht!

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